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Ralph Abelein (p,org,voc)
01. Mr. B's time machine |
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Mr. B´s Time Machine + Gegründet:
1996 + Besetzung: Ralph Abelein, Keyboards and
Composition + Repertoire: Der Name der Band ist Programm: Ausgetüftelte
Groove-Nummern wechseln mit groovigen Tüfteleien, die Time steht Kopf. Und
bei der Musik von Mr. B's Time Machine kommt am Ende der Rechenschieberei
auch noch eine ordentliche Portion Humor raus. + Mr. B's Time Machine ist durch
regelmäßige Club-Auftritte inzwischen fester Bestandteil der überregionalen
Jazzszene und hat bereits positive Erfahrungen bei nationalen und
internationalen Wettbewerben machen können: + Mr. B's Time Machine war 1996
Finalist des Mercedes-Benz-Förderpreises für Jazz- und Popularmusik und
1997 Finalist der 16th European Jazz Competition 1997 im Rahmen der
Leverkusener Jazztage + Ralph Abelein ist mit Mr. B's Time
Machine Gewinner des Composer's Awards für die beste Komposition bei
der 16th European Jazz Competition 1997 + Mr. B's Time Machine wurde für das
WDR-Jazzfestival 1998 ausgewählt. Das Konzert wurde im WDR-Fernsehen
ausgestrahlt
Ralph Abelein + Geb. am 5.7.1971 in Crailsheim Ralph Abelein - betrachtet durch die Zeitmaschinenbrille Ralph Abelein, Jahrgang 1971, ist gebürtiger Crailsheimer. In Hohenlohe, damals wie heute popularmusikalische Diaspora, fristet er eine vor dem Jazz wohlbehütete Kindheit. Skrupellos fällt vor diesem Hintergrund die Wahl des Instruments aus, welches die musikabstinent le benden Eltern (keine potentiell prägende Plattensammlung des Vaters, auch kein Plattenspieler, nicht einmal ein Autoradio ist vorhanden) dem offenbar ausschließlich musikalisch begabten Sprössling zudenken: Das Akkordeon. Schnell wird klar, dass der Knabe jedoch keine besondere Affinität zur instrumententypischen Folklore besitzt (was die Mutter zunächst ignoriert, indem sie allweihnachtlich Literatur der Gattung Meine 100 schönsten Heimatmelodien unter dem Baum drapiert), vielmehr macht er Anstalten, sich bei Wettbewerben im Spielen erschreckend ernsthafter Musik mit Alters- und Leidensgenossen vor panikverbreitenden Jurys zu messen. Durchaus mit einigem Erfolg. Während eines Intermezzos auf der elektronischen Heimorgel (Yamaha, rasanter Wertverlust) gelangt er schließlich durch ein wegweisendes Arrangement von Bachs d-Moll-Toccata - wie jeder andere Kirchenmusiker auch - zur wahren Orgel (Walcker, Sakralsubventionsruine). Alle unhippen Oberstufler seiner Schule schart er in einem Chor (Mixed Pickles) um sich, den er mit ersten kompositorischen Gehversuchen missbraucht, indem er ihn unsing- und -lesbare Arrangements von Billy-Joel-Hits schreien lässt. Er legt das Abitur und die kirchenmusikalische C-Prüfung ab. Letzterer geht eine praxisnahe, breitgefächerte Ausbildung bei Kantor Axel Becker voran, die ihn zum Studium der Schulmusik anspornt, welches er nach der gewinnbringenden Zeit des Zivildienstes (Heimrekord im Sockenzusammenstülpen) 1992 in Trossingen aufnimmt. Dort passiert es: Ein Kommilitone hat in seinem sieben Quadratmeter großen Studentenappartement mittels eines ausgeklügelten Archivierungssystems über 400 Audiokassetten mit Jazzmusik gelagert. Dazu verfügt dieser Mensch gottlob über ein ausgeprägtes musikpädagogisches Sendungsbewusstsein. Er improvisiert eilig ein dreisemestriges Curriculum und stellt damit einen eklatanten Interessenskonflikt zwischen Ralphs Pflichtunterricht an der Hochschule und dem wohnheimlichen Privatstudium her. Als endlich das vom Freund liebevoll konstruierte Kassettengerät (Grundig-Chassis mit Sperrmüll-Intarsien) seinen rauschhaften Geist aufgibt, beschließt Ralph, nach Stuttgart zu gehen (weil dort eine neue Hochschule mit niegelnagelneuen Kassettengeräten gebaut wird und weil man dort ein Jazzstudium absolvieren kann). Bei Paul Schwarz studiert er ab 1995 Jazzklavier, sein Schulmusikstudium schließt er 1999 ab. Mit dem Landesjugendjazzorchester bereist er unheimlich exotische Länder und lernt, dass - anders als damals im Akkordeonorchester - nicht immer alle das gleiche Instrument spielen müssen. Sein Sextett Mr. B's Time Machine (die fünf Kollegen waren ihm noch je einen Gefallen schuldig) erreicht 1996 das Finale des Mercedes-Benz-Förderpreises für Jazz und Popularmusik und 1997 das der 16th European Jazz Competition, wo Ralph auch den Composers Award für die beste Komposition gewinnt (sowie den Innovationspreis des Pro-Familia-Bezirkschors Leverkusen-Nord für den Titel Cantus Interruptus). Auf den Geschmack gekommen, studiert er noch einige Semester Germanistik (ohne Abschluss), absolviert 1998 ein einjähriges Kontaktstudium in Filmmusik an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und kommt pünktlich zum Millennium zu einem Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Mit Hilfe dieser Ausschüttung produziert er die Erstlings-CD Mr B's Time Machine, die im Herbst 2002 erscheint. Im Herbst 1999 wird er Pianist der
Stuttgarter Vokal-Formation Honey Pie und lernt, dass man auch Auftritte
bekommen kann, ohne vorher den Club-Besitzer zu bestechen (CD As Time Goes
By). Seit 2001 arbeitet er als Probenpianist und Dirigent beim Musical Cats
in Stuttgart, ist Partner von Ines Martinez in deren Musikkabarettshow
Frosch am Hals (gleichnamige CD erschien im Juni 2001) und lehnt immer
donnerstags eine Anfrage aus Los Angeles bezüglich der Musik für den neuen
Monumental-Hybrid-Movie mit Julia Roberts und Montgomery C. Burns aufgrund
hollywoodkritischer Gerüchte, die sich hartnäckig im Großraum Ludwigsburg
halten, ab. Seit kurzem besitzt Ralph wieder eine
elektrische Orgel (Hammond, exzellenter Werterhalt). Er hat seinen
charakteristischen Silberblick patentieren lassen, mit dem er in eine
rosarote Zukunft schaut, denn vielleicht wird ja sein letzter Traum auch
bald wahr: möglichst bald Euro-Millionär bei Günther Jauch! | |
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Veröffentlichung |
11/2002 SDP 1042-1 - - Pressespiegel - |